Von der Coromandel nach Auckland

Montag, 11. Januar 2010 | Autor:

Der heutige Tag begann mit schlechterem Wetter als geplant, daher ist der erneute Besuch am Stand endgültig ausgefallen. Nach einem ausgiebigen Frühstück in einem netten Cafe sind wir von der Coromandel Halbinsel nach Auckland gefahren.

Dabei haben wir nicht den direkten Weg genommen, sondern noch den Highway 25, der als Pacific Highway bezeichnet wird, genommen. Die Landschaft ist teilweise sehr schick. Die Halbinsel zeigt sich dort von ihrer besten Seite.


20100111002212019

Außerdem konnten heute noch einmal die Zählungen der Boote auf dem Anhänger bestätigt werden. Das sind mehr Boote als Holländer Wohnwagen haben!

Der Weg quer durch die Nordinsel auf Auckland zu ist dann wenig spannend zuende gegangen. Den Rest des Tages haben wir mit Vorbereitungen für unsere Abreise verbracht.

Thema: Nordinsel | Beitrag kommentieren

Coromandel

Sonntag, 10. Januar 2010 | Autor:

Heute haben wir noch mal einen ruhigen Tag eingelegt. Den angekündigten Strandbesuch haben wir auf morgen verschoben und lieber den Vormittag ganz entspannt gestartet.

Anschließend sind wir nach Whitianga auf der Coromandel Halbinsel gefahren und haben uns kurz die Stadt und den Hafen angeschaut. Bei Paradewetter waren praktisch alle Neuseeländer mit ihren Boten im Hafen und auf See. Neuseeländer und Boote auf dem Angänger verhalten sich ungefähr wie Holländer und Wohnwagen. Nur ist der Anteil der Neuseeländer mit Boot gefühlt höher als Holländer mit Wohnwagen. Aber ich denke dazu werden wir noch einen eigenen Artikel schreiben.

Die Stadt ist übersichtlich! Entsprechend hat sich auch das eingenomme Lunch verhalten. Geschmeckt hat es super, aber auf dem Tisch wäre definitiv Platz für größere Teller gewesen :-)

20100110053758028

20100110054105031

Am späten Nachmittag sind wir zur Cathedral Cove gefahren. Der Gang zur Bucht und zur entsprechenden Höhle führt entlang der Küste und biete einige tolle Ausblicke. Nach dem Aufenthalt und dem Rückweg sind wir nun wieder auf dem Campingplatz und warten auf den Hot-Water-Beach morgen früh :-)


20100110055930037

20100110061728044

20100110062005046

Thema: Nordinsel | Beitrag kommentieren

Mief und warmer Strand

Samstag, 9. Januar 2010 | Autor:

Wie gestern bereits geschrieben, haben wir den Vormittag des heutigen Tages in Rotorua verbracht. Wir sind dem beschriebenen Gestank auf den Grund gegangen. Die Quelle des Übels ist der Pohutu Geysir mit seinen Kollegen. Am Stadtrand von Rotorua liegt ein thermal sehr aktives Gebiet, in dem es die ganze Zeit dampft und stinkt. Der Pohutu ist extrem aktiv und bricht unegfähr zweimal die Stunde aus. Die umliegenden Geysire sind ruhiger, sie dampfen nur vor sich hin und stinken dafür mehr.


20100109000327053

Der Pohutu entlädt sich mit einer bis zu 20 m hohen Fontäne. Das Schauspiel ist großartig, vor allem weil bei dem Ausbruch kurzzeitig mal alle Besucher ruhig sind – mit Ausnahme von Kameraklicken :-)


20100109003027114

Nach dem Besuch der Geysiere sind wir zur Halbinsel Coromandel aufgebrochen. Die ersten 2/3 der Fahrt sind eintönig und ehr unspektakulär. Dann biegt man irgendwann dem Wegweiser zur Coromandel folgendend ab und fährt schlagartig durch Urwald. Die Strasse schlängelt sich kurven- und steigungsreich durch waldiges Gebiet. Die Landschaft der Halbinsel ist abwechslungsreich, vor allem durch den Kontrast des Urwaldes am Berg und das Meer dazu.


20100109054109155

Das genaue Endziel des heutigen Weges war der Ort Hot Water Beach. Der Ort trägt den Namen nicht nur zum Spaß. Eine Stunde vor und nach Ebbe kann man sich am Strand einen Pool graben. Der Pool wird von unten mit warmen Wasser gefüllt und von oben mit Pazifikwasser gemischt – fertig ist die wohltemperierte Badewanne. Wir haben uns das heute Abend schon mal angeschaut. Der Strand ist gefüllt mit Menschen, die sich mit Spaten bewaffnet in den Schlamm eingraben – ein super Bild. :-)


20100109081113029

Einer arbeitet - zwei gucken zu

Einer arbeitet - zwei gucken zu


Eigentlich wollten wir bei der nächsten Ebbe morgen früh das gleiche tun, haben aber heute schon festgestellt, dass man nur ein Stück weiter den Stand runter gehen muss und schon läuft das warme Wasser direkt über den Strand. Hintergrund ist ein warmer (nein, eigentlich heißer) unterirdischer Fluss, der dort am Strand in den Pazifik mündet. Bei Ebbe tritt sein Ende knapp an die Oberfläche. Auch ohne zu graben, kann man dies dort sehr schön genießen. Man muss nur aufpassen, sich die Füsse nicht zu verbrennen.


Füsse im warmen Strom

Füsse im warmen Strom


Morgen früh geht’s auf jeden Fall noch mal dort hin.

Thema: Nordinsel | Beitrag kommentieren

Uns stinkt's

Freitag, 8. Januar 2010 | Autor:

Und das im wahrsten Sinne des Wortes: wir sind heute abend in Rotorua angekommen. Das ist eine kleine Stadt süd-östlich von Auckland. Und diese Stadt ist bekannt für ihre thermal aktive Umgebung. Diese Umgebung hat den Nachteil, dass es in der Stadt ständig nach Schefel riecht. Mjam – und wir dachten das wäre nur wieder so eine Touristen-Anlock-Masche ;-)

Aber der Reihe nach: Unser heutiger Plan hat ja eine Wanderung auf dem Vulkan vorgesehen. Und die Wettervorhersage war für den Vormittag nicht gerade sehr toll. Passend wurden unser Aufstehen gegen 8 Uhr auch von prasselndem Regen begleitet. Beim Auschecken vom Campingplatz gegen 10 Uhr war es dann schon trocken und es wurde freundlicher, so dass wir beschlossen haben uns bei der Touristeninfo noch mal nach dem Wetter zu erkundigen und evtl. eine Empfehlung einzuholen, wann man den losgehen sollte. Da waren wir natürlich nicht die einzigen und die nette ältere Dame, die die Trackberatung gemacht hat meinte, dass es nur windig werden könnte, aber das Wetter sich da oben ja eh ständig ändern würde. Sie gab einfach allen den Rat: “Take all your clothes with you”.


20100107222411013

Tharanaki Falls

Tharanaki Falls


Den Rat haben wir nur halb befolgt und wurden auf unserem Gang nicht vom Wetter überrascht – höchstens in positiver Form. Die Vulkanlandschaft auf der Höhe von Whakapapa ist noch eine Mischung aus Gras und Moos an der einen Stelle und Urwald an der anderen. Das hatte noch nicht genug mit Mordor zu tun :-) Also haben wir uns vor dem Gang noch auf den Weg zum auf 1500 m Höhe liegenden Skigebiet gemacht. Dort hoch führt eine perfekt ausgebaute, fast mit der Zahnbürste geputzte Strasse. Die Landschaft neben der Strasse wird sehr schnell dunkel und schroff. Ja, das kann hinkommen mit Mordor! Und um es noch mal zu sagen: Die Filme wurden wirklich hier gedreht und nicht wie jemand behauptet hat in Island. Man könnte die Fussstapfen von Frodo und Sam noch finden – wenn da nicht die schicke frisch geteerte Strasse wäre. Wenn die beiden das wüssten, dass sie da heute einfach hochfahren können …


Mount Ruhapeu

Mount Ruhapeu

Insgesamt war der Vormittag und Mittag wettertechnisch erheblich besser als angesagt und wir haben tatsächlich auch mal die Gipfel der Vulkane sehen können. Leider nicht alle drei gleichzeitig :-)


20100108012027203

20100108022131240

Wir haben uns gegen frühen Nachmittag dann auf den Weg in das schon erwähnte Rotorua gemacht. Dieser hat uns erneut am Lake Taupo entlang geführt – diesmal aber komplett von Süden nach Norden. Und das ist verdammt weit, wenn man sich verdeutlicht, dass dieser See auch vulkanischen Ursprungs ist.

Vom See aus ging es dann durch recht langweilige Landschaft nach Rotorua wo uns kurz vorm Ortseingang der eindeutige Gestank begrüßte.

Thema: Nordinsel | 2 Kommentare

Wo sind denn die Gipfel?

Donnerstag, 7. Januar 2010 | Autor:

Große Berge haben eine besondere Eigenschaft: Sie können sich hinter Wolken verstecken! :-)

Heute morgen sind wir aufgebrochen, um uns zunächst den Mount Taranaki anzuschauen. Der an der Westküste gelegene Berg ist ein Vulkan mit fast perfekter Form. Leider hat er heute um seinen Krater herum Wolken gesammelt. Daher haben wir beschlossen ihm das übel zu nehmen und ihn keines Bildes gewürdigt. Die Umgebung mit Wolken hat einfach kein Bild hergegeben. Wer den Berg trotzdem sehen möchte: Die Google Bilder Suche oder Wikipedia helfen weiter.

Von Stratfort aus sind wir dann auf dem State Highway 43 in Richtung Nord Osten aufgebrochen. State Highways haben wir vorher schon in sehr kleinen Versionen kennengelernt, aber dass ein State Highway auch unbefestigte Schotterpisten enthält war neu für uns :-) Die Strecke trägt auch den Beinamen “Forgotten World Highway” und das passt!


SH43: Was gehört nicht ins Bild (Tipp: es ist gelb)?

SH43: Was gehört nicht ins Bild (Tipp: es ist gelb)?


Man fährt durch fast unbesiedelte Gebiete. Einzelne Häuser sind selten, an der ca. 150 km langen Strecke kommen insgesamt 6 oder 7 “Dörfer” vor – diese sind aber auch nur Ansammlungen von einer Hand voll Häuser.


SH43: Grün, grün und noch mal grün

SH43: Grün, grün und noch mal grün

SH43: Hochmoderne Häuser

SH43: Hochmoderne Häuser

SH43: Geräumige Tunnelanlagen

SH43: Geräumige Tunnelanlagen

SH43: Gut ausgebaute Strasse

SH43: Gut ausgebaute Strasse

SH43: Zäune mit Geschichte

SH43: Zäune mit Geschichte


Davon ab bekommt man viel Urwald, große grüne Wiesen auf Hügeln und verdammt viele Schafe und Kühe zu sehen. Auf dieser Strecke hatten wir heute auch unsere erste Begegnung mit einer Schafherde auf der Strasse. Die Schafe wurden gerade auf eine andere Weide getrieben.


SH43: Flauschige Verkehrsteilnehmer

SH43: Flauschige Verkehrsteilnehmer


Am Ende der Strecke haben wir uns dann in Richtung des Tongariro Nationalparks gewendet. Im Park gibt es drei aktive Vulkane und auf einem davon schlafen wir heute – dem Mount Ruapehu :-) Dummerweise ist das auch noch der Aktivste. Aber da er 2007 das letzte Mal gehustet hat wird so schnell wohl nichts wieder passieren. Der Campingplatz hat tatsächlich als Ortsnamen “Mount Ruapehu”. Neben dem Campingplatz gibt es in dieser Siedlung aber auch nicht viel. Noch zu erwähnen ist, dass der Ruapehu die Lanschaft für Mordor in der Herr der Ringe Verfilmung war. Vielleicht kann man da morgen ja auch was von sehen.


Drei Vulkane spielen verstecken (links zwei und rechts einer)

Drei Vulkane spielen verstecken (links zwei und rechts einer)


Leider soll der morgige Vormittag von einem kleinen Unwetter gefüllt werden, so dass wir erst gegen Mittag zu unserer geplanten Wanderung kommen werden. Hoffentlich gibt es dann auch Bilder von den ganzen Vulkanen – die Krater haben sich nämlich heute Abend auch vor uns versteckt. Einen freien Fernblick auf den Mount Ruapehu hatten wir aber schon mal – bei unserem Aufenthalt in Taupo. Der Berg mit dem Schneegipfel ist der Vulkan.

Thema: Nordinsel | Ein Kommentar