Wie gestern bereits geschrieben, haben wir den Vormittag des heutigen Tages in Rotorua verbracht. Wir sind dem beschriebenen Gestank auf den Grund gegangen. Die Quelle des Übels ist der Pohutu Geysir mit seinen Kollegen. Am Stadtrand von Rotorua liegt ein thermal sehr aktives Gebiet, in dem es die ganze Zeit dampft und stinkt. Der Pohutu ist extrem aktiv und bricht unegfähr zweimal die Stunde aus. Die umliegenden Geysire sind ruhiger, sie dampfen nur vor sich hin und stinken dafür mehr.
Der Pohutu entlädt sich mit einer bis zu 20 m hohen Fontäne. Das Schauspiel ist großartig, vor allem weil bei dem Ausbruch kurzzeitig mal alle Besucher ruhig sind – mit Ausnahme von Kameraklicken
Nach dem Besuch der Geysiere sind wir zur Halbinsel Coromandel aufgebrochen. Die ersten 2/3 der Fahrt sind eintönig und ehr unspektakulär. Dann biegt man irgendwann dem Wegweiser zur Coromandel folgendend ab und fährt schlagartig durch Urwald. Die Strasse schlängelt sich kurven- und steigungsreich durch waldiges Gebiet. Die Landschaft der Halbinsel ist abwechslungsreich, vor allem durch den Kontrast des Urwaldes am Berg und das Meer dazu.
Das genaue Endziel des heutigen Weges war der Ort Hot Water Beach. Der Ort trägt den Namen nicht nur zum Spaß. Eine Stunde vor und nach Ebbe kann man sich am Strand einen Pool graben. Der Pool wird von unten mit warmen Wasser gefüllt und von oben mit Pazifikwasser gemischt – fertig ist die wohltemperierte Badewanne. Wir haben uns das heute Abend schon mal angeschaut. Der Strand ist gefüllt mit Menschen, die sich mit Spaten bewaffnet in den Schlamm eingraben – ein super Bild.

Einer arbeitet - zwei gucken zu
Eigentlich wollten wir bei der nächsten Ebbe morgen früh das gleiche tun, haben aber heute schon festgestellt, dass man nur ein Stück weiter den Stand runter gehen muss und schon läuft das warme Wasser direkt über den Strand. Hintergrund ist ein warmer (nein, eigentlich heißer) unterirdischer Fluss, der dort am Strand in den Pazifik mündet. Bei Ebbe tritt sein Ende knapp an die Oberfläche. Auch ohne zu graben, kann man dies dort sehr schön genießen. Man muss nur aufpassen, sich die Füsse nicht zu verbrennen.

Füsse im warmen Strom
Morgen früh geht’s auf jeden Fall noch mal dort hin.