Ich hab ja im letzten Artikel versprochen, ein wenig mehr über die Gründe zu berichten, wegen derer ich mein Fotoprojekt auf Eis gelegt habe. Einer davon ist dieses Wochenende zum Abschluss gekommen.
Im Januar habe ich mich auf der Landesmeisterschaft in Dortmund überraschend zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft qualifiziert. Auch wenn der Erfolg für dieses Jahr damit schon alleine die Teilnahme war, will man sich ja auch nicht blamieren bei einer solchen Veranstaltung. Daher habe ich die letzten Wochen mit intensiverem Training verbracht als sonst. Bei zweimal drei Stunden Training und noch zwei weiteren Wettkämpfen nebenbei, waren die Wochenenden gut gefüllt
Gestern war jetzt die DM in Dietzenbach bei Frankfurt. Die Atmosphäre bei der Veranstaltung ist schon was besonderes – vor allem wenn die Halle so klein ist wie die Dietzenbacher Halle. Hinter der Schiesslinie war mal gerade ausreichend Platz für die Bögen und Schützen. Betreuer wurden streng limitiert und Helfer standen in den Ausgängen. Insgesamt alles noch ganz erträglich, wenn da nicht einige Helfer gewesen wären, denen anscheinend nicht bewusst war, dass ein umkippender Bogen auch Schaden nehmen könnte. Da hätte man vorher noch etwas Aufklärung leisten können. So musste man das direkt im Turnier machen
Der Wettkampf selbst ist eigentlich ganz gut verlaufen, zwei etwas unkonzentrierte Passen haben mich allerdings in der Endwertung so ca. 5 Ringe zu meinen sonstigen Ergebnissen und damit fast 10 Plätze gekostet. So ist es zum Schluss der 57ste Platz von 76 Teilnehmern geworden. Damit habe ich meine Ziele “kein M” und “nicht Letzter werden” übererfüllt
Fast wäre auch noch mein Ziel “aus den letzen 20 raus” was geworden. Auf die 80 möglichen Startplätze bezogen hat es ja sogar geklappt, die Fehlenden 4 Schützen waren anscheinend kurzfristig verhindert.
Nach der Qualifikationsrunde wurde dann noch das Finale der Damen- und Schützenklasse ausgetragen. Die Halb- und Finalkämpfe waren schon extrem spannend. Finalteilnehmer Sebastian Rohrberg hat sich die ganzen Runden mit starker Erkältung durchgeschleppt. Die Erkältung hat man ihm aus Entfernung angesehen
Im Halbfinale hat es für ihn schon zwei Pfeile im Stechen gebraucht um eine Entscheidung zu finden. Und im Finale gegen Dirk Tuchscherer haben sich die beiden dann noch mal zwei Pfeile zum Stechen gegönnt. Viel spannender hätten sie es nicht machen können. Dirk hat dann gewonnen.
Alles in allem war es ein Wochenende, dass sich seht gelohnt hat. Und der abschließende Eindruck ist: “Da will ich wieder hin.” – Also werde ich für das kommende Jahr fleißig weiter trainieren.